John Olms

John Olms war ein deutscher Zauberkünstler. Er wurde am 30.August 1880 in Meissen als Richard Lischke geboren.

Durch seine Onkel E. Oscar Lischke, der ebenfalls Zauberkünstler war, kam John Olms zur Zauberkunst. Er spezialisierte sich nach dem ersten Weltkrieg auf eine Zauberdarbiegung zum Thema Uhren und reiste als "Der Uhrenkönig" bzw. "King of Clocks".

In seiner Glanzzeit zeigte er 300 Uhren in seiner Darbietung.

Kellner sollte er werden. Im ersten Lehrjahr jedoch verließ er bei Nacht und Nebel sein Elternhaus, um nach Hamburg zu reisen. Dort freundete er sich mit einer Akrobatentruppe an und ging 1897 mit ihr als Lehrling nach Südamerika, lernte seillaufen und jonglieren. Weil er nach einem Sturz (1904) als Akrobat nicht weiterarbeiten konnte, wandte er sich der Zauberei zu. 1906 kam John Olms mit seinem Uhrenakt heraus, einer Sensation am internationalen Varieté, welche ihm den Namen „The King of Clocks“ einbrachte. Diese Darbietung lief unter den Namen „John und Melly Olms“ oder „John Olms und Co“. 18 Jahre lang bereiste er mit dieser Spezialnummer die Vereinigten Staaten.Seine brillante Vorführung bestand aus Kunststücken mit Uhren, von ausgefeilter Handfertigkeit bis zu Bühnenillusionen. Durch seine Persönlichkeit wurde seine Schau zu einem großen und magischen Erlebnis, bis heute unübertroffen.

1925 kam er zum erstenmal nach Berlin - wo er als große amerikanische Sensation angekündigt wurde. Wie groß war doch die anfängliche Enttäuschung, als er sich als waschechter Sachse entpuppte. Er gastierte im Wintergarten und in der Scala. (Die wertvollen Requisiten für die Uhrendarbietung verbrannten 1943 bei einem Bombenangriff.) 1931 überraschte John Olms die Varietewelt wieder mit einer Neuigkeit: er zeigte die erste zaubernde Dame, seine Nichte Peggy Lauder. Seine Nichte, Peggy Lauder, assistierte ihm von 1924 bis 1939.



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